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Später Ausgleich kostet Grödig 1b den Sieg – Karakaya: "Das fünfte Tor haben wir verpasst"

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Später Ausgleich kostet Grödig 1b den Sieg – Karakaya: "Das fünfte Tor haben wir verpasst"

SV Wals-Grünau
Veröffentlicht von ligaportal.at in 1. Klasse Nord · Freitag, 05. Juni 2026 · Lesezeit 4 Minuten
In der 1. Klasse Nord trennten sich die SV Wals-Grünau Juniors und SV Grödig 1b nach einem wilden Schlagabtausch 4:4. Wals führte früh, Grödig legte in der zweiten Halbzeit deutlich zu und lag zwischenzeitlich vorne, ehe in der Schlussminute der Ausgleich fiel. Trainer Adem Karakaya brachte es auf den Punkt: "Das fünfte Tor haben wir verpasst." Bitter für ihn: Es war sein letzter Auftritt an der Seitenlinie, den er trotz starken Comebacks ohne Sieg beenden musste.
Wildes Auf und Ab, von 0:2 zum 4:3 und ein spätes 4:4
Der Nachmittag begann aus Grödiger Sicht denkbar ungünstig. Bereits nach zwei Minuten köpfte Jonathan Huber die Hausherren in Front, der frühe Rückstand nach einem Eckball kam laut Adem Karakaya überraschend. Wals blieb am Drücker und erhöhte kurz vor der Pause durch Luka Barnjak auf 2:0. Noch vor dem Halbzeitpfiff meldeten sich die Gäste zurück: Nikita Sarpe verkürzte in Minute 42 auf 2:1, mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel hatte Grödig 1b dann deutlich mehr vom Spiel. Leon Jashari glich in der 68‘ Minute zum 2:2 aus, nur eine Minute später drehte Thomas Walkoun die Partie auf 2:3. In dieser wilden Phase fielen die Tore fast im Minutentakt: Lukas Radanovic traf wenig später zum 2:4, ehe Wals durch Wolfgang Högl umgehend auf 3:4 verkürzte. Als vieles schon nach einem Auswärtssieg roch, schlug Wals in der Schlussminute noch einmal zu, Mirel Ibrahimovic besorgte das 4:4 und raubte Grödig 1b den schon sicher geglaubten Dreier.
Karakayas Einordnung: viel Kontrolle nach der Pause, aber Chancen liegen gelassen
Adem Karakaya ordnete die 90 Minuten nüchtern ein und sprach offen über Stärken und Schwächen seines Teams. "In der ersten Halbzeit war das Spiel offen für beide Mannschaften. In der zweiten Halbzeit hatten wir viel mehr vom Spiel und einige Torchancen", sagte der Grödig Coach. Genau da lag für ihn auch der Knackpunkt: "Der entscheidende Moment war nach unserer 4:3 Führung. Das fünfte Tor haben wir verpasst. Wir hatten zwei, drei Top Chancen im Sechzehner und haben sie nicht gemacht. In der letzten Minute wurden wir bestraft, das Spiel ist 4:4 ausgegangen." Besonders hob er den Ausgleich zum 2:2 hervor: "Das 2:2 von Leon war ins Kreuzeck, überragend. Das hat uns noch mehr motiviert, offensiv zu spielen." Seine Bilanz fiel daher zweigeteilt aus: "Unser Zusammenspiel nach der Pause war stark, wir hatten Spaß am Fußball und haben uns Chancen erarbeitet. Es hat aber die Chancenverwertung gefehlt, wir brauchen derzeit zu viele Möglichkeiten, um mehr Tore zu erzielen."
Respekt für den Gegner, Lob fürs Team und ein Abschied mit erhobenem Kopf
Trotz des späten Dämpfers verteilte Karakaya fairen Respekt. "Der Gegner war in der ersten Halbzeit gleichwertig, erfahren und bei Standards sehr gefährlich", betonte er. Auch der Unparteiische bekam ein klares Lob: "Der Schiedsrichter hatte alles unter Kontrolle." Persönlich wurde es zum Schluss: Das 4:4 in Wals war sein letzter Einsatz als Trainer von Grödig 1b. "Ich möchte mich bei der ganzen Mannschaft für die tolle Rückrunde bedanken. Es war mein letztes Spiel und ich bin echt stolz auf alle, die mit mir zusammengearbeitet haben. Wir haben unser Ziel, den Klassenerhalt, geschafft", erklärte Karakaya. Für die Zukunft lässt er alles offen: "Ich bin offen für Gespräche für meine Trainerkarriere. Schauen wir, was sich ergibt." Nach einer intensiven Saison bleibt unterm Strich ein Team, das Moral zeigte, das Spiel in Wals drehte und das nur deshalb ohne Sieg heimfuhr, weil die letzten, dicken Chancen ungenutzt blieben.


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