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In der Krise: Puchs Kicker sind begehrt

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In der Krise: Puchs Kicker sind begehrt

SV Wals-Grünau
Veröffentlicht von Salzburger Nachrichten in Frauen Fußball · Freitag, 10. Juli 2026 · Lesezeit 3 Minuten
Der Salzburg Ligist hat ein großes Loch im Budget, weil der externe Geldgeber inhaftiert ist. Einige Kicker spielen bereits bei neuen Clubs vor.

Einen Monat vor dem Meisterschaftsstart in der Salzburger Liga kann sich Puch, das nach einer Transferoffensive um den Titel mitspielen wollte, nicht auf das Fußballspielen konzentrieren. Nach einem 5:2 Testspielsieg gegen Oberalm am vergangenen Freitag, als der Ex Austrianer Marinko Sorda erstmals nach seiner Rückkehr im Trikot der Tennengauer zu sehen war, legen die Kicker eine ungeplante Trainingspause bis nächste Woche ein. Am Dienstagabend wurden die Kicker, wie berichtet, darüber informiert, dass die finanziellen Versprechen in den kommenden Monaten nicht eingehalten werden können und alle Spieler, die noch die Möglichkeit haben, bis zum Transferende am 15. Juli den Verein verlassen können.

Puch verliert Geldgeber in der Salzburger Liga wegen dessen Inhaftierung
Dass die finanzielle Lücke im Budget für die neue Saison im sechsstelligen Euro Bereich liegt und mit dem Wegfall eines einzelnen Geldgebers wegen dessen Inhaftierung in Deutschland zu erklären ist, wollen die Vereinsverantwortlichen nicht bestätigen. Obmann Manfred Kolle-Wallner möchte gegenüber den SN gar keine Stellungnahme abgeben. Man sei beschäftigt, wolle in Ruhe arbeiten, sagt er nur.

„Spielbetrieb aus heutiger Sicht gesichert“
In einem Vereinsstatement auf Instagram heißt es, dass sich „eine geplante finanzielle Grundlage kurzfristig anders darstellt als erwartet. Dadurch mussten wir unsere sportliche und wirtschaftliche Planung für die kommende Saison neu bewerten.“ Und: Für alle im Verein sei das alles unerwartet gekommen. Der Spielbetrieb sei „aus heutiger Sicht“ gesichert. Das war am Mittwoch. Bis Freitag will der Verein wohl versuchen, das finanzielle Loch zu stopfen. Dann soll es eine weitere Teamsitzung geben.

Bis dahin werden wohl einige Puch Kicker abwarten, ehe sich ihre Zukunft klärt. Am Interesse anderer Vereine an den Spielern mangelt es nicht und zwar nicht nur an den acht vermeintlichen Neuzugängen. Wobei einer nicht mehr wechseln kann: der von Bischofshofen per Zwangserwerb verpflichtete ukrainische Routinier Oleksandr Safonov. Bei den sieben anderen „Neuzugängen“ wurden laut SN Informationen auch unterschriebene Anmeldeformulare nicht an den Fußballverband weitergeleitet.

Puch Spieler begehrt, nicht nur Austria Salzburg will Sorda zurückholen
Mehrere dieser Kicker trainieren bereits bei anderen Vereinen mit. Anfragen gibt es aus Oberösterreich, Deutschland und von Salzburger Clubs aus der Regionalliga und der Salzburger Liga. Auch zahlreiche Spieler, die bereits in der Vorsaison dem Kader angehörten, sind begehrt und beschäftigen sich mit einem Wechsel. Die heißeste Aktie ist Puchs „Königstransfer“ Sorda. Austria Salzburg bastelt an einem Verbleib, hat durch die Amateure in der 1. Landesliga eine neue Option zu bieten. Doch auch Topclubs aus dem Unterhaus bemühen sich um den Ex Zweitligaspieler. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, mit welchem Kader Puch die neue Saison in Angriff nimmt. Der große Angriff auf die Topteams ist zuletzt deutlich unwahrscheinlicher geworden.


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